Der Pfandkredit ist eine gute Geldquelle – ganz ohne Lohn- und Gehaltsnachweis


Die wirtschaftliche Dynamik hat in vielen Bereichen enorm zugenommen: Die lebenslange Beschäftigung bei einem einzigen Arbeitgeber gehört der Vergangenheit an. Oder Unternehmen müssen sich blitzschnell eine Finanzierung sichern, um Material- und Lohnkosten für einen Großauftrag zwischenfinanzieren zu können.

Und stoßen bei vielen kreditgebenden Banken auf eine unnötige Skepsis, obwohl doch eigentlich genug Substanz für die Kreditrückzahlung vorhanden wäre. Mal können nicht genug aktuelle Gehaltsbescheinigungen vorgelegt werden („Sind Sie etwa noch in der Probezeit?) oder Ihr Unternehmen ist noch zu kurz am Markt.

In beiden Fällen verweigern die Banken gerne grundlos den Kredit – einfach weil er nicht in Schema F passt. Guter Rat ist dann aber nur scheinbar schwer zu finden! In Wirklichkeit gibt es aber weiterhin eine sehr sichere Kreditmöglichkeit – den Pfandkredit.

Wer noch nicht alle Details kennt, der sollte unbedingt weiterlesen. Vielleicht findet sich dank des Wissens über diese Finanzierungsmöglichkeit schon bald eine neue Geldquelle für eine Brückenfinanzierung oder für einen längeren Zeitraum!

Der Pfandkredit setzt auf Wertigkeit statt zukünftige Einkommen

Aus Sicht der Verbraucherinnen und Verbrauchern ist es fast schon unverständlich, dass der Pfandkredit schon beinahe in Vergessenheit geraten ist. Bewährt er sich doch seit Jahrhunderten, als es noch gar keine Lohn- und Gehaltszettel und auch noch keine SchufA-Auskunft gab.

Das Grundprinzip beim Pfandkredit lautet: Die Sicherheiten liegen nicht in der Zukunft (wie angenommene Löhne/Gehälter der nächsten Monate), sondern es werden tatsächlich vorhandene Wertgegenstände besichert.

Für alle hinterlegten Gegenstände wird ein Wert festgelegt und auf Wunsch binnen wenigen Minuten auch bar ausbezahlt. Dabei gibt es einen gewissen Ermessensspielraum beim Pfandhaus oder dem Online-Pfandhaus, allerdings werden zu niedrig angesetzte Werte spätestens bei der Auslösung bzw. Verwertung ausgeglichen.

Sie müssen auch deshalb keine Gehaltszettel und ähnliches vorlegen, weil sich das Pfandleihhaus ausschließlich aus dem hinterlegten Pfand bedienen darf. Damit ist der Pfandkredit – wie jeder andere Kredit auch – mit einem gewissen Risiko für den Kreditgeber verbunden.

Solide Rechtsgrundlagen und strikte Datenschutzbestimmungen als stabile Basis

Wer sich die Datenschutzbestimmungen beispielsweise städtischer Leihhäuser oder der Betriebe ansieht, die in Deutschland eine Pfandleihe betreiben dürfen, wird angenehm überrascht sein. Entgegen landläufiger Meinung sind die Zinsen staatlich gedeckelt, auch wesentliche Vertragselemente sind in der verbindlichen Pfandleiherverordnung (PfandLV) geregelt.

So sieht der § 6 Abs. 1 Satz 1 der PfandLV vor, dass der Pfandleiher selbst bei einem Mindererlös nicht an den Verpfänder herantreten darf.

Zudem darf das Pfandhaus Daten ausschließlich an die Verwaltung bzw. offizielle Stellen weitergeben, wenn dies gesetzlich geregelt ist. Im Umkehrschluss haben alle die privaten Datensammler und -händler wie Unternehmen aus Gütersloh aus dem Breisgau das Nachsehen.

§ 10 Abs. 1 dieser Verordnung sorgt zudem dafür, dass der Pfandkredit bezahlbar bleibt. Neben angemessenen, nachgewiesenen Kosten für die Verwaltung darf der Pfandleiher lediglich einen für die „einen monatlichen Zins von eins vom Hundert des <...> Betrags“ nehmen. Auch die monatliche Vergütung für die Verwahrung ist strikt begrenzt!

Damit kann der Pfandkredit durchaus eine sehr kundenfreundliche Alternative zum Dispokredit sein.

Die Flexibilität beim Pfandkredit: Auslöse oder Versteigerung möglich

Wer Kreditnehmer (bzw. Pfandgeber) ist, der kann die Pfandleihe dadurch beenden, dass er den Gegenstand wieder zurückkauft. Dies wird „auslösen“ des Gegenstandes genannt. Dies ist praktisch jederzeit zu den Öffnungszeiten des Pfandhauses möglich. Ist also der finanzielle Engpass überwunden so treten die hinterlegten Gegenstände auf Wunsch auch wieder die Heimreise an.

Verpasst derjenige, der das Pfand hinterlegt hat, das Auslösen dann wird dieses Pfand nach einem gewissen Zeitraum in die nächste öffentliche Versteigerung aufgenommen. Wird ein Mehrerlös erzielt, dann gibt es festgelegte Regeln zum Ausbezahlen. Erlöst das Pfandhaus weniger, dann trägt es das alleinige Risiko.

Traditionelle und neue Formen beim Pfandkredit

Der Pfandkredit kann auf traditionelle Art und Weise in einem Pfandleihhaus in Anspruch genommen werden. Aufgrund der Zuverlässigkeit des Paketversandes im Inland und auch der zunehmenden Verbreitung des Internets ist in vielen Fällen auch eine Online-Kreditaufnahme möglich.

Der Pfandkredit ist inzwischen so beliebt, dass neben den klassischen Wertgegenständen (wie hochwertiger Schmuck, Gold oder auch Werkzeuge von Handwerkern) zunehmend Pfandleihhäuser für Automobile entstehen.